Nun ist es bereits über ein Jahr her, als wir unsere Befunde erhielten.
Am 05. Jan. 2009 erhielten wir nach Öffnung von Rio und Gewebeentnahme durch den HausTA den Befund "Malignes Lymphom.
Am 23. Jan. 2009 erhielten wir nach einer weiteren Untersuchung durch Biopsie von der Uniklinik den Befund "Neuroendokrínes Karzinom".
Eine OP war nicht möglich,da man den Herd nicht kannte und es sich bei den festgestellten Tumoren bereits um Metastasen handelte.
Eine Chemotherapie konnte ebenfalls nicht durchgeführt werden, da ein neuroendokrines Karzinom auf Chemo nicht reagiert.
Überlebenschance im allerhöchsten Fall 3 Monate.
Nun haben wir Rio's erstes Überlebensjahr gefeiert.
Die eigenmächtige Behandlung haben wir wie in den letzten Monaten durchgeführt.
Einen kleinen Zwischenfall stellten wir im Nov. im Ultraschall fest.
Alle Tumore hatten sich wieder ein klein wenig vergrößert. Aber eigentlich nicht der Rede wert.
Trotzdem habe ich meine Aufzeichnungen angeschaut. Nur gut, dass ich alles aufschreibe, was Rio zu sich nimmt.
Nachdem die Tumore erst stagniert sind und dann leicht zurückgegangen waren, wird man eben auch leichtsinnig.
Wie kann man auch solchen Hundeblicken widerstehen, wenn man Müsli isst und Rio vor mir steht und sabbert.
Also durfte er ab und zu, dies jedoch sehr selten, mal wieder die Milch schleckern. Er war ja schließlich auf dem Weg der Besserung. Ebenso durfte er seinen geliebten Kevir naschen. Wirklich alles nur Naschportionen, also nur zum Zunge bedecken.
Ebenso verhielt es sich mit den Kohlehydraten, ab und an fand er beim Gassigehen ein Keks oder ein Stück Brot, was die Enten nicht mochten.
Vorher haben wir immer Stress gemacht, Schnauze aufgerissen und das Zeug wieder rausgeholt. Da sich Rio auf dem Weg der Besserung befindet, wollte man nicht so streng sein und ihm diese Freude des "Finden und Stehlens" doch gönnen.
Nach dem Novemberbefund, wurden wir eines Besseren belehrt.
So stellte sich seit Anfang Nov. die entsprechende ernährungsmäßige Strenge wieder ein.
Letzten Freitag, 29. Jan. hatte Rio wieder einen Ultraschalltermin.
Die beiden Milztumore sind wieder ein ganz klein wenig zurückgegangen und der Lebertumor stagniert.
Da wir an den Medikamenten die Rio einnimmt nichts verändert haben, schließen wir darauf, dass das Weglassen von milchsäurehaltigen Produkten und Kohlehydraten ganz wichtig beim Kampf gegen den Krebs sind. Zumindest beim Kampf gegen den Krebs, den Rio hat.
Hier nochmal für alle die noch nicht auf dem aktuellen Stand der Medikamentengabe von Rio sind.
morgens: 1/2 Stunde vor dem Fressen : 1/4 Tüte Rayobase (Basenpräparat zum Ausgleich des Säure-Basen-Haushaltes)
direkt vor dem Fressen: 2 Kapseln ABM-Pilz (Vitalpilz)
1 Kapsel Katzenkralle
zum Fressen: Vit C
1/2 Stunde nach dem Fressen: 5 Tropfen Ceanothus americanus D2 (Seckelblume)
und Carduus marianus (Mariendistel) gemischt
mittags: ohne Fressen: 2 Kapseln ABM-Pilz
und 5 Tropfen Ceanothus americanus D2 (Seckelblume)
und Carduus marianus (Mariendistel) gemischt
abends: 1/2 Stunde vor dem Fressen : 1/4 Tüte Rayobase
direkt vor dem Fressen: 2 Kapseln ABM-Pilz (Vitalpilz)
1 Kapsel Katzenkralle
1/2 Stunde nach dem Fressen: 5 Tropfen Ceanothus americanus D2 (Seckelblume)
und Carduus marianus (Mariendistel) gemischt
genau 21:00 Uhr: 5 Tropfen Histiozytom (lt. HP handelt es sich dabei um Weichteiltumore, die Rio aufnimmt)
Zum Fressen selbst muss ich sagen bevorzugt er schon immer Innereien. Natürlich passe ich auf, dass es keine einseitige Ernährung wird. Außerdem bekommt er bevorzugt alles roh. Außer Lunge, die wünscht er gekocht.
Wir sind sehr froh, dass der Stress, der sich letztes Jahr abzeichnete abgenommen hat.
Schon allein, dass wir Rio auf diese Art und Weise sein Leben um einiges verlängern konnten hat uns ruhiger werden lassen. Sollte dennoch etwas außergewöhnliches passieren, haben wir jetzt eine andere Einstellung dazu, da wir ja bereits weit über seinem Limit sind und wir alles getan haben und noch tun, um ihm sein Leben zu verlängern und ihm schöne Tage zu machen.
Auch die Tierärzte verblüffen wir. Schon allein, dass wir die Lebenszeit von Rio verlängert haben ist ein Grund dafür, aber ein weiterer Grund ist, dass jedesmal wenn sie ihn sehen, der Meinung sind, dass er immer besser aussieht.
Wir selbst sehen es nicht, wenn wir täglich mit ihm zusammen sind.
Auch wenn er untersucht wird, steht er da, als wäre nichts. Die Ärzte sagen, dass er auch gar keine Schmerzen hat, sonst würde er irgendwie reagieren. Mit dem Ultraschallkopf wird auf den Tumoren herumgedrückt, geht leider nicht anders, aber er reagiert nicht.
Jedenfalls sind wir über glücklich.
Ein Jahr bin ich nun in diesem Forum. Damals unter Schmerzenstränen, heute sind es Freudentränen.
Wir wünschen all denen, die sich noch in der ersten Phase befinden, dass auch bei ihnen ein wenig Glück mitspielt und sich alles zum Guten wendet.
Euer Rio und Angy